Die Lage in 5 Punkten
- iOS 26 wird laut Webmessungen bisher nur von etwa 16–25% genutzt, je nach Quelle und Zeitpunkt.
- Damit ist es für ein großes iOS-Release ungewöhnlich schwach gestartet; im Vergleich wird für iOS 18 im Vorjahr eine deutlich höhere Verbreitung genannt.
- Als Hauptgründe werden das neue „Liquid Glass“-Design und Berichte über zähere Bedienung genannt.
- Wer bei iOS 18 bleibt, kann Sicherheitsfixes verpassen, darunter auch Schutz vor aktiv ausgenutzten Lücken.
- Apple reagiert teils mit Nachbesserungen wie anpassbarer Transparenz (iOS 26.1) und arbeitet an weiteren Sicherheitsmechanismen.
Warum Sie das iOS-Update-Thema jetzt angeht
Viele iPhones bekommen gerade ein großes Update, aber auffällig viele Nutzer lassen es liegen. Das ist mehr als Bequemlichkeit: Wer nicht aktualisiert, verzichtet oft auch auf wichtige Sicherheits-Reparaturen.
Wie belastbar sind die Zahlen und Aussagen?
Die Verbreitungszahlen stammen nicht von Apple selbst, sondern aus Webstatistiken und Branchenberichten. Statcounter nennt rund 16% iOS-26-Anteile in Zugriffsdaten, MacRumors berichtet Anfang 2026 von 15-16%. Einzelne Blogs liefern vor allem Stimmungsbilder, etwa zur Optik und Performance. Unterm Strich: Die niedrige Adoption wirkt konsistent, die Gründe sind teils messbar, teils subjektive Nutzererfahrung.
Was die Quellen als Gründe nennen
Mehrere Quellen führen die Zurückhaltung auf das neue „Liquid Glass“-Design zurück. Borncity beschreibt das Spannungsfeld so: Die Abneigung gegen das neue Design könne am Ende die Sicherheit gefährden, wenn Updates ausbleiben. Iphone-ticker betont außerdem einen praktischen Punkt: Viele, die mit dem Gerät „produktiv“ arbeiten, warten bewusst, um nicht in einem instabilen System zu landen. Pcffm wiederum spitzt es stark zu und kritisiert Ruckler sowie langsame Animationen, besonders in der Public Beta. Appgefahren.de spricht von einer für Apple ungewohnten, „katastrophalen“ Verbreitung und bemängelt fehlende offizielle Zahlen.
Was das für Sie im Alltag bedeutet
Wenn Sie Ihr iPhone einfach nur nutzen wollen, ist ein großes Update wie ein Umbau in der Wohnung: Es kann schöner werden, aber es kann auch erst mal ungewohnt sein. Wenn Sie das neue Design stört oder sich das System zäher anfühlt, ist Abwarten nachvollziehbar.
Der Haken ist die Sicherheit. Mit jedem Monat ohne Update steigt das Risiko, dass bekannte Schwachstellen offen bleiben. Das ist vor allem relevant, wenn Sie Ihr iPhone beruflich nutzen, viel unterwegs in fremden WLANs sind oder sensible Daten verwalten.
Worst Case ist gezielte Spionage über ausgenutzte Sicherheitslücken. Realistischer ist: Sie verpassen Schutzmaßnahmen und kleinere Stabilitätsfixes, während Apps und Dienste nach und nach stärker auf die neue Version optimiert werden.
Was Sie jetzt konkret tun sollten
- Prüfen Sie Ihre aktuelle iOS-Version: Einstellungen → Allgemein → Info. So wissen Sie, ob Sie „hinten dran“ sind.
- Wenn Sicherheit wichtiger ist als Optik: Planen Sie das Update zu einer ruhigen Zeit ein (z. B. abends). Machen Sie vorher ein Backup.
- Wenn Sie bewusst warten: Halten Sie zumindest kleinere Zwischen-Updates im Blick und installieren Sie Sicherheitsupdates, sobald sie verfügbar sind.
- Räumen Sie Berechtigungen auf: Nutzen Sie den „Safety Check“ bzw. die Sicherheitsfunktionen in den Einstellungen, um Freigaben und Zugriffe zu prüfen.
- Beobachten Sie die Nachbesserungen: iOS 26.1 soll z. B. Transparenz-Effekte anpassbar machen. Das kann das „Glas“-Gefühl entschärfen.
Unsere Einschätzung: neutral mit klarer Warnung
NEUTRAL: Dass Nutzer nach großen Änderungen erst mal abwarten, ist normal. Gerade wer ein stabiles Arbeitsgerät braucht, handelt nicht automatisch „falsch“.
Aber: Beim Thema Sicherheit ist langes Zögern ein Risiko. Je länger Sie verzichten, desto eher wird Ihr iPhone zur offenen Tür, auch wenn von außen alles „normal“ wirkt.
Warum Apple und App-Anbieter das ebenfalls trifft
Niedrige Update-Raten bremsen neue Funktionen, weil Entwickler und Apple länger Rücksicht auf ältere Versionen nehmen müssen. Das führt zu mehr „Versionen parallel“, was Apps komplizierter macht und Fehler wahrscheinlicher. Zudem wirkt es auf das Image negativ, wenn Nutzer den Eindruck bekommen, Updates seien ein Zwang oder vor allem ein Design-Experiment.
Wie es weitergehen könnte
Kurzfristig dürfte Apple weiter an Stabilität und Feinschliff arbeiten. Genannt werden unter anderem zusätzliche, im Hintergrund wirkende Sicherheitsverbesserungen in kommenden Versionen wie iOS 26.3. Mittelfristig könnten optische Stellschrauben wie weniger Transparenz und bessere Performance das Update für Skeptiker wieder attraktiver machen.
Wenn Sie unsicher sind: diese nächsten Schritte helfen
- Erstellen Sie ein Backup (iCloud oder Computer), bevor Sie ein Major-Update installieren.
- Prüfen Sie, welche Apps bei Ihnen kritisch sind (Banking, Firmen-Apps) und warten Sie ggf. auf deren Freigabe.
- Wenn Sie Performance-Probleme befürchten: Lesen Sie die Hinweise zur Transparenz-Einstellung in iOS 26.1 und testen Sie nach dem Update gezielt Ihre wichtigsten Abläufe.
Quellen
- iOS 26: Im Vergleich zu früheren Updates mit ... – 2026-01-09
- Apple drängt Nutzer zum Wechsel auf iOS 26 – 2025-12-22
- iPhone-Sicherheit: iOS-Update und Safety Check werden ... – 2026-01-18
- iOS 26: Das hässlichste iOS-Update aller Zeiten? – 2025-11-12
- Apple testet unsichtbare Sicherheitsupdates für iOS – 2026-01-15
- iOS 26 Update: Diese iPhone-Funktionen bringt Apple – 2025-12-16
- iOS-Update 26.2: Diese neun Verbesserungen für dein ... – 2025-06-24
- iOS 26: Neue Funktionen, KI-Features und mehr Datenschutz – 2026-01-13
- Apple greift zu Googles KI Gemini, um Siri weniger dumm ...
